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in Petra Öllingers virtueller Wohnung
Adipositas
Verhaltenstherapeutischer & frauenspezifischer Behandlungsansatz
© Petra Öllinger, 1998/1999
Inhalt
1. Einleitung
“Frau S. ist eigentlich – ziemlich dick. Bei 163 Zentimetern Größe wiegt sie nämlich – je nach “Tageszustand” – zwischen 82 und 84,5 Kilo. Um 20 Kilo zu viel. Und das ist eben wirklich zu viel. Frau S. weiß das auch.”
Dieser Auszug eines Artikels einer österreichischen Tageszeitung, der im Sommer 1998 erschienen war, warf für mich einige Fragen auf. Außerdem erhöhte er meine Skepsis bezüglich Expertenwissen, wenn es sich um das Thema Ernährung handelt.
Warum muß schon wieder eine Frau als Beispiel dienen?
Sind 20 Kilo zu viel wirklich zu viel? Wenn Frau S. weiß, daß sie Übergewicht hat, bedeutet das auch, daß sie darüber unglücklich ist? Der Text impliziert diese Annahme. Woher kommt dieses Wissen von Frau S.?
So legten Fachleute u.a. den Broca-Index fest, das Normalgewicht entspricht dabei der Körpergröße minus 100. Weiters wurde der Body-Maß-Index als gängiges Orientierungsmaß definiert. Berechtigt dies aber auch die Annahme, daß jede Frau, die nicht den Normwerten entspricht, nicht stimmt?
Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, daß starkes Übergewicht ein gesundheitliches Risiko darstellt. Die Gelenke werden belastet, hohen Blutdruck, Herzkrankheiten werden hervorgerufen.
Doch möchte ich in dieser Arbeit nicht die körperlichen Beschwerden in den Vordergrund stellen. Die Idee ist vielmehr psychologische Hintergründe für das eßsüchtige Verhalten von Frauen darzustellen und wie dieses Verhalten mittels Psychotherapie modifiziert werden kann. Aufgrund des weiten Spektrums der Entstehungsursachen und Behandlungsansätzen, kann ich mich im Rahmen einer Seminararbeit nur auf einen kleinen Ausschnitt beschränken.
Mir ist bewußt, daß ein Großteil der Ursachen für die rapide Zunahme von Eßstörungen bei Frauen zum Beispiel in der Sozialisation, im Umgang der westlichen Gesellschaft mit dem weiblichen Körper zu suchen sind.
Im Kapitel mit dem Titel “Willkommen auf dem Kuriositätenmarkt” soll deshalb auch kurz ein Einblick in die zum Teil absurde Welt der Abmagerungstechniken gegeben werden und wie deren Vermarktung im Medienbereich forciert wird.
Einen Schwerpunkt bildet in meiner Arbeit der verhaltenstherapeutische Bereich. Weiters beziehe ich auch den Ansatz von Susi Orbach mit ein, die sich im Rahmen einer feministischen Therapie mit dem Thema Eßstörungen beschäftigt.
Ich versuche dabei die Kritikpunkte miteinfließen zu lassen, die sich speziell für “dicke” Frauen in einer Therapie ergeben können. Theoretisch und praktisch konfrontiert mit dieser Problematik, zeigte sich für mich oft sehr deutlich, daß ein verhaltenstherapeutischer Vorschlag zwar auf den ersten Blich durchaus vernünftig und erfolgversprechend klingt, aber beim Umsetzen in die Praxis oft eine Reihe von Komplikationen mit sich bringt, wenn frau versucht sie in ihrem Lebensraum umzusetzen.
2. Warum eine Therapie?
Diätspezialisten und Ärzte können mit einer Vielzahl an Angeboten zur Ernährungsumstellung aufwarten.
Hauptaugenmerk wird dabei auf das Kalorienzählen, die ausgewogene Zufuhr von Nahrungsmitteln, zum Teil auch auf Bewegungsprogramme gelegt.
Kaum aber wird der Frau das Gefühl vermittelt, daß sie eigentlich die Expertin ist, was ihren Körper betrifft. Sie muß sich an von außen vorgegebene Richtlinien orientieren.
Oft sind die Gesundheitskonzepte des Arztes und der Frau so unterschiedlich, daß kein Konsens gefunden wird.
Für eßsüchtige Frauen hat aber Essen nicht nur den Sinn, dem Körper Energie zuzuführen, sondern es ist vor allem emotional besetzt.
Vielleicht schaffen es einige tatsächlich an Gewicht zu verlieren, langandauernd ist der Erfolg allerdings nicht.
Die Frauen befinden sich in einem Teufelskreis in dem sie zwischen striktem Fasten bzw. Diäthalten und Freßanfällen pendeln.
Dem zugrundeliegenden Problem wird mit Diätplänen nicht beigekommen.
“Für Frauen ist Essen mit einem solchen Wust von Bedeutungen behaftet, daß es schlichtweg unsinnig ist, eine Methode zur Gewichtsabnahme auf Kalorien oder Kohlehydrate zu gründen.” (Susi Orbach, 1997, S.14).
Auf der einen Seite herrscht der Wunsch schlank zu sein, eine schöne Figur zu haben.
Die Gleichung Anerkennung, Erfolg, Geliebtwerden = schlank geht jedoch nicht auf, obwohl sie als Ziel definiert wird.
Somit begeben sich die Frauen auf der anderen Seite immer mehr in den Sog des rigiden Eßverhaltens.
Zwar gilt die Frau als traditionelle Zubereiterin von Nahrung, das Essen selbst ist dann allerdings für andere da. Versorgt werden zuerst andere, dann kommt sie an die Reihe.
Ein weiterer wichtiger Grund, warum viele Frauen das Gefühl haben, Essen nicht kontrollieren zu können, liegt darin, daß sie ihren Körper als fremd erleben.
Gefühle wir Hunger und Sättigung werden von ihnen nicht empfunden. Nahrung dient als Ersatz, als Rückzugsmanöver, als Trost, als Suche nach Anerkennung.
In der Verhaltenstherapie besteht u.a. das Ziel darin, herauszufinden, welche Bedeutungen Essen für die einzelne Frau hat und welche Gefühle damit verbunden sind.
(Orbach, 1997)
Kriterien für Adipositas als “psychisches Krankheitsbild” finden sich weder im ICD 10 noch im DSM III-R bzw. DSM IV.
Das bedeutet, daß die Behandlung noch immer zum größten Teil in den Händen von Medizinern liegt, die versuchen auf körperlicher Basis zu intervenieren.
Der operative Eingriff mag zwar bei extrem übergewichtigen Personen gerechtfertigt sein, da eine große Gewichtsabnahme auf herkömmlichem Weg nicht möglich ist (jedoch sollte auch hier große Vorsicht geboten sein, da oft schwere Komplikationen auftreten können).
Weiters reicht das Angebot von Kieferverklammerungen, wobei die betroffene Person nur mehr flüssige Nahrung aufnehmen kann, das Sprechen ist dabei fast unmöglich bis hin zu
Magenbändern und Magenballons, die ein schnelles Sättigungsgefühl hervorrufen sollen.
Besonders “beliebt” ist die Liposuktion, die Fettabsaugung, die nicht nur bei übergewichtigen Frauen durchgeführt wird.
Weiters zählen zu den Behandlungsmethoden auch die Verabreichung von Substanzen (zumeist Hormonen), die den Energieverbrauch stimulieren oder die Energieaufnahme reduzieren oder auch medikamentöse Therapien.
Welche körperlichen Beurteilungskriterien gibt es, um Adipositas zu diagnostizieren?
Body-Mass-Index: Körpergröße in Meter zum Quadrat dividiert durch Gewicht, von Adipositas spricht man bei einem Index >30.
Broca-Index: Das Normalgewicht ergibt sich dabei aus der Körpergröße in Zentimetern minus 100, das Idealgewicht bei Frauen reduziert sich dabei nochmals um 15%, bei Männern um 10%.
Kalibibrierung: dabei handelt es sich die Hautfaltenmessung am Trizeps, Thorax, unter dem Schulterblatt und der Bauchfalte.
3. Methoden in der Verhaltenstherapie
Wichtig ist den Frauen zu verdeutlichen, daß sie ihr Gewicht nicht blitzartig oder sogar im gewünschten (und oft in viel zu hohem Maß erwarteten) Ausmaß verlieren werden.
Effizienter scheint es zu sein, nicht die Gewichtsreduktion in den Mittelpunkt der Therapie zu stellen, sondern der Frau einen Zugang zu ihren emotionalen Bedürfnissen zu vermitteln und eine Beziehung zu ihrem Körper aufzubauen, der ihnen oft fremd ist.
Weder gilt es, dem Körper und den überschüssigen Kilos den Kampf anzusagen noch das In-sich-Hineinstopfen als schlecht abzuurteilen.
Dieses Verhalten war jahrelang Bestandteil des Lebens und stellte für die Frau eine für sie berechtigte Möglichkeit dar Konflikten auszuweichen, Trauer, Wut usw. nicht zulassen zu dürfen.
Sie ist deswegen kein minderwertiger oder willensschwacher Mensch.
Die Bestandteile der Verhaltenstherapie zur Kontrolle von Fettleibigkeit werden im folgenden angeführt. Zum Teil mögen sie den Eindruck vermitteln, daß sie nur simple Umgangsmöglichkeiten mit dem Essen vermitteln. Tätigkeiten, die für einen Menschen ohne Eßprobleme als völlig normal zum Alltag erlebt werden.
Aber gerade darin liegt der große Vorteil, daß die Modifikation des Verhaltens mit dem alltäglichen Leben gekoppelt wird.
Für viele Frauen ist es eine große Hilfe, quasi mit einem Notpaket ausgestattet zu sein, wenn sich zum Beispiel der nächste Eßanfall ankündigt.
Oft stellen Situationen des täglichen Lebens Stolpersteine für die Betroffenen dar.
So kann das Einkaufen in einem Supermarkt schon zu einem Hasardspiel werden, wenn es darum geht, nicht in alte Verhaltensmuster zu geraten.
a) Selbstbeobachtung
Anhand eines Tagebuches oder eines Tagesprotokolls wird vermerkt, was gegessen wurde, in welcher Menge, wann, wo und in welcher Stimmung.
Diese Art von Selbstbeobachtung erfordert viel Aufmerksamkeit. Wer jemals ein solches Protokoll nur eine Woche lang ausgefüllt hat, weiß wie mühselig es zum Teil werden kann, jeden Bissen zu vermerken.
Jedoch soll damit für die Frau ein erster Zugang zur Bedeutung, die Nahrung für sie hat, eröffnet werden.
Durch bloßes Fragen ist es oft nicht möglich, wichtige Punkte zu eruieren.
Oft ist ihr gar nicht bewußt, daß sie zum Beispiel einen Schokoladeriegel ißt, weil sie sich über jemanden geärgert hat.
Das Protokoll bzw. das Tagebuch sind ein erster Ansatz, um an die verschütteten Emotionen heranzukommen.
b) Stimuluskontrolle
Mittels Stimuluskontrolle soll die Frau einen neuen Umgang mit dem Essen erlernen.
Dazu gehören unter anderem auch Techniken und Tricks, die ein bereits oben erwähntes Notfallpaket darstellen.
Als sehr hilfreich hat sich bewährt, wenn frau in dem Moment, in dem sie dazu neigt, Lebensmittel unkontrolliert in sich hineinzustopfen, für ein paar Minuten einen inneren Dialog führt.
Susi Orbach (1997) führt in ihrem Arbeitsbuch eine Möglichkeit an, wie die Frau in sehr liebevoller Weise mit sich selbst umzugehen lernt, in dem sie im Zwiegespräch mit ihrem Innern feststellt, was sie eigentlich möchte.
Die Frau ist dabei die Expertin, was ihre Empfindungen betrifft, nicht die Therapeutin/der Therapeut.
Änderung des Eßverhaltens
Nur zu bestimmten Zeiten essen
Keine Zwischenmahlzeiten
Nur an einem bestimmten Ort essen
Die Bissen länger kauen, das Besteck dazwischen zur Seite legen, damit verhindert man ein unangenehmes Völlegefühl, das durch hastiges Hinunterschlingen hervorgerufen wird. Sättigung tritt erst nach ca. 20 Minuten auf. Wird langsam gegessen, dann können auch nicht mehr riesige Mengen verschlungen werden, es reichen kleinere Portionen, um satt zu werden.
Änderung des Einkaufsverhaltens
Eine Einkaufsliste anfertigen, nur die darauf vermerkten Lebensmittel werden gekauft.
Nie mit leerem Magen einkaufen gehen.
Nur soviel Geld einstecken wie für den Einkauf benötigt wird, somit wird die Gefahr gemindert, der Versuchung zu erliegen eine Tafel Schokolade mitzunehmen, da es sich eben noch ausgeht finanziell.
Versuchungssituationen, die für eine Frau, die Schwierigkeiten mit dem Umgang mit Essen hat, lauern beinahe überall. Sei es ein Würstelstand, an dem sie auf dem Heimweg vorbei muß, die Bäckerei an der Ecke. Einladungen zu einem Fest, einem Essen stellen das Durchhaltevermögen immer auf eine harte Probe.
Potentiellen Gefahrensituationen aus dem Weg gehen, das kann durchaus sein, daß es speziell am Beginn sinnvoll ist, einen Umweg zu machen, um nicht an dem besagten Würstelstand vorbeizukommen.
Das bedeutet nicht, daß die Frau nun vor all diesen Situationen fliehen soll, es stellt nur eine Erleichterung dar.
Den eigenen Standpunkt klar darlegen, um bei Einladungen nicht den Argumenten anderer zu erliegen.
Bemerkungen wie “Aber Sie sind doch gar nicht so dick.” Oder “Ein kleines Stück von dem Kuchen schadet der Figur sicher nicht.” können jemanden durchaus versuchen, alle Vorsätze über Bord zu werfen.
In Übungsdiskussionen soll gelernt werden, wie man seine Einstellung am besten vertreten kann.
Eine Versuchung kann aber auch eine Situation darstellen, in der die Frau eine Fehlinterpretation ihrer Körperreize vornimmt.
Langeweile, Ärger, Wut, Trauer, Freude werden dann mit Hunger gleichgesetzt. Essen soll nun durch andere Handlungen ersetzt werden.
Dabei gilt es folgende wichtige Punkte zu beachten:
Der Ersatz muß sofort möglich sein, er muß der Situation gerechter werden als Essen, er darf auch nichts mit Nahrung zu tun haben.
c) Positive Verstärkung und Belohnung
Um sich selbst belohnen zu können, ohne daß dabei Essen im Spiel ist, soll die Frau herausfinden, was ihr Spaß macht. Das können Kleinigkeiten sein wie, ins Kino gehen, ein Buch lesen, ein entspannendes Bad nehmen.
Zu Beginn mag es durchaus schwierig sein, solche Aktivitäten für sich zu finden. Denn bis jetzt waren die Glücksmomente gleichzeitig mit Nahrung verknüpft.
Formal kann die Grundlage für Belohnung ein Selbstbewertungsbogen bilden.
Dabei werden Punkte in der Höhe vergeben, je nachdem, ob man das Tagesziel erreicht hat oder nicht .
Für eine bestimmte Anzahl gibt es dann eine bestimmte Belohnung.
10 Punkte ergeben dann zum Beispiel einen Kinobesuch.
d) Miteinbeziehung der Umgebung
Die Effektivität im Erlernen eines neuen Umgangs mit Lebensmittel wird erhöht, wenn auch die Familie, der Partner/die Partnerin, KollegInnen usw. miteinbezogen werden.
Sie können die Frau unterstützen, in dem sie sie zum Beispiel loben für ihren Entschluß und jeden Erfolg.
Der Frau ist ganz sicher nicht geholfen damit, wenn ihr gesagt wird, sie soll doch so bleiben, wie sie ist, sie ist doch in Ordnung so.
Bedürfnisse sollen definiert werden.
Hilfe und zusätzliche Unterstützung kann die Frau auch in Selbsthilfegruppen finden.
Unter Gleichgesinnten ist es oft eher möglich, Verständnis für die eigenen Anliegen zu finden.
e) Körperliche Aktivitäten
Zum einen soll der Kalorienverbrauch erhöht werden. Doch sollte nicht nur darauf das Hauptaugenmerk gelegt werden.
Denn liegt der Zweck der körperlichen Betätigung nur darin, Fett abzubauen, ist der Versuch ziemlich schnell zum Scheitern verurteilt.
Die Frau soll ihren Körper neu erleben können, Spaß an der Bewegung haben und nicht im Hinterkopf immer berechnen müssen, wieviele Kalorien sie bereits verbrannt hat. Vielleicht geht sie gerne im Wald spazieren oder schwimmen.
Welche Möglichkeit nun in Betracht kommt; diese Frage ist zum Teil gar nicht so leicht zu beantworten.
Vor allem dann, wenn man sich folgende Situation vor Augen hält:
Wer schon einmal einen Blick in ein Fitneßstudio geworfen hat, wird feststellen, wie adrett die Fitneßlehrerin plus ihrer Schülerinnen ist. Da wird im schicken Outfit Step-Aerobic und vieles andere betrieben. Fitneß, Attraktivsein stehen im Vordergrund.
Ich bezweifle sehr stark, daß eine Frau, die mit ihrem 20 oder 30 Kilos mehr, versucht da mitzumachen, sich ziemlich fehl am Platz fühlt und wohl nach der ersten Stunde frustriert das Studio verläßt, um auch ganz sicher nicht wieder zu kommen.
Genauso verhält es sich eventuell bei einem Besuch in einem Schwimmbad, wo die Frau noch viel ungeschützter ihren Körper zur “Schau” stellt.
Es zeigt sich also hier ganz besonders deutlich, daß die Befolgung des so leicht formulierte Vorschlages: “Bewegen Sie sich doch einfach mehr.” mit etlichen Schwierigkeiten verbunden sein kann.
Eine Erleichterung ist, wenn die Frau vielleicht mit einer Freundin etwas unternimmt oder Kontakte in einer Selbsthilfegruppe knüpft.
f) Kognitives Umstrukturieren
Unrealistische Ziele sollten vermieden werden. Dazu gehört zum Beispiel eine möglichst hohe Gewichtsreduktion in kurzer Zeit zu erreichen. Solche Versuche sind unweigerlich zum Scheitern verurteilt.
Sachliche Informationen darüber, in welchem Rahmen eine Gewichtsreduktion erfolgen kann (realistisch ist dabei ca. 1 Kilo pro Woche) und welche Faktoren noch eine Rolle spielen, können helfen, überhöhte Ansprüche zu modifizieren.
Negative Gedanken sollen erkannt werden. Dies kann auch anhand des Essenprotokolls geschehen, wenn die Frau die Stimmungen erfaßt.
Aussagen wie “Das schaffe ich nie.” können zu “Langsam, Schritt für Schritt wird es mir gelingen, mein Gewicht zu reduzieren.” umformuliert werden.
g) Umgang mit Rückschlägen
Unweigerlich ist beinahe jede Frau nach einem guten Start mit einem Rückschlag konfrontiert. Die anfängliche Euphorie, es zu schaffen, droht umzuschlagen in Kapitulation, in Selbstvorwürfen.
Deshalb ist es absolut notwendig, die Frau schon zu Beginn darauf aufmerksam zu machen, daß es völlig normal ist, in das alte Verhaltensmuster zu geraten.
Schließlich hat sie diese Form mit Lebensmittel umzugehen, oft viele Jahre ihres Lebens begleitet und kann nicht von einem Tag auf den anderen geändert werden.
Sie ist keine Versagerin, der es nie gelingen wird, ihr Ziel zu erreichen. Vielmehr sollte sie ihren Rückfall als Chance nützen herauszufinden, was der Auslöser dafür war, somit kann sie nur mehr davon profitieren.
Eine interessante Verknüpfung aus den Gedanken, die die Frau während des Eßanfalls hatte und dem Geschmack der Speisen, die sie zu sich genommen hat, bietet Susi Orbach in einer Übung, die sie “Wie Du einen Freßanfall unterbrechen kannst” betitelt (Orbach, 1997).
Die Frau soll dafür sensibilisiert werden, ob es ihr dabei auf den Geschmack der Speisen angekommen ist, oder ob sich dabei um Nahrungsmittel handelte, die sie sich selber verboten hat.
Essen wird also nicht als ein Faktor dargestellt, den es zu bekämpfen gilt, sondern als nützlicher Hinweis darauf, welches Problem eventuell ansteht.
Indem ihr empfohlen wird, während eines Anfalles kurz innezuhalten und sich zu überlegen, was sie in diesem Moment lieber machen würde, besteht darin eine Chance, den Eßanfall zu unterbrechen.
Für viele Frauen stellt es schon eine Erleichterung dar, wenn sie sich selbst die Erlaubnis geben dürfen, daß sie sich alle Speisen genehmigen können, die sie möchten, zu jeder Zeit.
Dadurch wird der Druck gemildert, kein verbotenes Lebensmittel zu essen. Das gierige Hineinschlingen stellt oft die Folge dieses rigiden Verhaltens dar.
Orbach (1997) zeigt anhand des Beispiels von Sara und ihrem Verhältnis zu “Armen Rittern”, einer Süßspeise sehr gut wie ein ungezwungenerer Umgang gelernt werden kann.
So konnte Sara herausfinden, daß sie sich häufig gerade dann überaß, wenn es Arme Ritter gab. Sie schmeckten ihr so gut, daß sie einfach nicht mehr aufhören konnte. Als sie den Gründen dafür nachging, wurde ihr klar, daß sie nur selten Arme Ritter machte und deshalb so viele davon in sich hineinstopfte, weil sie nicht wußte, wann sie diesen Geschmack wieder genießen würde. So hatte sie zu den Armen Rittern ein im Minirahmen zwischen Hungersnot und Freßorgien hin- und herschwankendes Verhältnis aufgebaut.
Nachdem sie erst einmal erkannt hatte, was los war, beschloß sie, dieses Gericht öfters zu kochen, mit dem Ergebnis, daß sie nicht mehr den Drang verspürte, es so gierig in sich hineinzuschlingen. (Seite 36)
3.1. Erfolgsaussichten
Es stellt sich die Frage, inwieweit Verhaltenstherapie eine dauerhafte Änderung der Eßsucht einer Frau bewirkt. Sie mag zwar im Rahmen einer Therapie neue Verhaltensweisen gelernt haben, wie weit es für sie aber möglich ,sich nicht mehr dem Druck aussetzen zu müssen, daß Schlanksein automatisch mit Attraktivität, Lebensqualität und Zufriedenheit gleichgesetzt wird?
Je nachdem ob kurzzeitige, mittel- oder langfristige Erfolge untersucht werden, ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse. Woran wird der Effekt einer Therapie gemessen? In den meisten Studien orientieren sich die Resultate am Faktor Gewichtsverlust bzw. Gewichtsstabilisierung.
Im Durchschnitt dauert die Therapie, wenn sie stationär durchgeführt wird, 8-12 Wochen. In der Regel beträgt der Gewichtsverlust ca. 4-5 Kilo.
Erfahrungsgemäß zeigt sich aber, daß Therapien oft viel länger dauern, da die Entstehungsgeschichte aufgedeckt wird und erst nach und nach ein Lernprozeß in Gang gebracht werden kann. Der “falsche” Umgang mit Essen ist bei vielen Menschen mit Eßstörungen nicht das eigentliche Hauptproblem, sondern nur ein Symptom.
Bei einigen Frauen wird das Problem Eßsucht oft erst nach einiger Zeit zum Thema gemacht, denn vielfach kommen sie wegen anderer Gründe in die Therapie.
Wilson und Brownell (1980, zitiert nach Paul & Jacobi, 1989) kamen nach einer Durchsicht von mehr als 100 Therapiestudien zu folgenden Ergebnissen:
Der erreichte Gewichtsverlust liegt bei durchschnittlich 11 Pfund oder 1-2 Pfund pro Woche. Relativ wenige Patienten (vielleicht 25% ) nehmen nach Beendigung der Therapie noch weiterhin ab. Der durchschnittliche Gewichtsverlust kann in der Regel nicht länger als 1 Jahr gehalten werden. Es besteht eine große interindividuelle Variabilität bezüglich des Gewichtsverlusts. Prädiktoren für den Abnahmeerfolg lassen sich nicht feststellen. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen haben die Drop-out-Raten deutlich gesenkt.Verhaltenstherapeutische Maßnahmen erhöhen das psychische Wohlbefinden.
4. Frauenspezifische Ansätze
Im vorigen Kapitel wurden schon einige frauenspezifische Problembereiche erwähnt, die im Rahmen der Therapie für Eßstörungen auftauchen.
Exemplarisch möchte ich noch drei weitere Aspekte aufgreifen, die u.a. auch Erwähnung in dem schon bereits einige Male erwähnten Buch von Susi Orbach finden.
Naomi Wolf schildert in ihrem Buch “Der Mythos Schönheit” zum Teil auf sehr drastische Weise, wie Frauen das Vertrauen in ihre emotionalen und körperlichen Bedürfnisse verlieren bzw. gar nicht die Möglichkeit haben dies zu entwickeln.
a) Frauen sind ihrem Körper entfremdet
Besonders fällt auf, daß Frauen, die ein suchtartiges Eßverhalten aufweisen, oft erwähnen, daß sie sich zweigeteilt erleben. Auf der einen Seite haben sie ihren Kopf, der alles reguliert, auf der anderen Seite ist der Körper, den sie aber nicht als zu sich gehörend erleben, sondern vielmehr als einen Teil, der unbedingt kontrolliert werden muß.
Der Körper einer Frau ist grundsätzlich immer verbesserungswürdig.
Der Busen ist zu groß, der Bauch zu dick, die Beine sind nicht schlank genug, das Gesicht ist nicht symmetrisch, sie hat eine Hakennase usw.
“Nur selten gelingt es Müttern oder anderen erwachsenen Frauen, heranwachsenden Mädchen das Gefühl zu vermitteln, daß ihr Körper, wie immer er von Natur aus beschaffen sein mag, schön ist und sie allen Grund haben, stolz auf ihn zu sein” (Orbach, 1997, S.17).
b) Dämonisierung einer simplen Körpersubstanz
Diese Definition von Naomi Wolf ist ein Hinweis darauf, daß es in vielen Fällen nicht um Fett als physikalische Substanz geht, die abgewertet wird, sowohl von der Umgebung als auch von den Frauen selbst.
Vielmehr wird mit weiblichem Fett auch die Regulation und Steuerung der weiblichen Sexualität.
Spaß und Freude daran haben und dies auch zu zeigen mittels der eigenen Lebenseinstellung, ist für Frauen noch immer nicht uneingeschränkt erlaubt.
Sich zu nehmen was einem zusteht, sich selber gut zu ernähren, Freude am Dasein haben; dies gestehen sich Frauen selten zu.
c) Dicksein als Schutz
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Ansicht, daß sich Frauen in ihrer Dicke auch geschützt fühlen. Im Buch “Das Antidiätbuch. Über die Psychologie der Dickleibigkeit, die Ursachen von Eßsucht” zeigt Susi Orbach (1997) auf, daß Frauen den größten Teil darin sahen, sich nicht mehr sexuell ausgeliefert zu sehen. Dicksein bewahrt sie dafür, sich vorwiegend sexuell definiert zu erleben. Zu einer Übung gehörte eine Art Phantasiereise, bei der die Frauen sich eine Situation auf einer Party vorstellen sollten. Die Aussagen reichten dabei, daß Dicksein sie vor anderen Frauen trennt, denen sie zwiespältige Gefühle gegenüber hegen, sie konnten sich somit aber auch ungezwungener verhalten. Dicksein erlaubte einigen, sich zu behaupten und aufdringliche Leute abzuwimmeln. Es werden also nicht nur negative, sondern auch positive Aspekte des Dickseins betrachtet und diese auch in die Arbeit miteinbezogen.
Eßsucht wird nicht als verrückte Verhaltensweise definiert, sondern als eine Form von Copingstrategie.
Vielen Frauen fühlen sich den mannigfaltigen Erwartungen, die an sie gestellt werden, nicht gewachsen, weil eben diese Erwartungen unrealistisch sind, lästig, unerreichbar. Fettschicht kann als Waffe dagegen benutzt werden.
Eßsucht kann als Schutz davor dienen, wenn frau sich bestimmte Gefühle wie Wut oder Zorn, also Emotionen, die für Frauen noch immer schwer zu akzeptieren sind, nicht zu zeigen getraut.

5. Willkommen auf dem Kurisoitätenmarkt
Das Geschäft mit Schlankheitsmitteln boomt. Sehr oft wird schlicht und einfach betrogen. Der Wundermittelmarkt treibt seltsame Blüten. Die Namen der Produkte klingen oft sehr phantasievoll. Die Inhaltsstoffe sind es zuweilen nicht minder. Dabei reicht die Palette von absolut unwirksam bis zu schwerer psychischer und körperlicher Abhängigkeit hervorrufend.
Ein kleinen Einblick in den die Produktvielfalt zeigt diese Liste:
- Abnehm-Tees (MONDSCHEINTEE, GRÜNER TEE)
- Kaudrops, Kapseln und Tabletten zur Gewichtsreduktion, Appetitzügler auf pflanzlicher Basis
- Bio-Schlank-Chip
- Fettblocker
- Formuladiäten
- Rezeptpflichtige Appetitzügler
- Schlankmachende Badesalze
- Öle ohne und mit Einwickelfolie
- Massagecremes
- Einlege-Schlanksohlen
Auffallend an beinahe allen Werbeanzeigen für Diätprodukte ist die Rollenverteilung der Geschlechter. Der Mann übernimmt zumeist die Rolle des Arztes, Mikrobiologen, Wissenschaftlers, mit einem Wort des Experten. Frauen sind die, die sich aufgrund ihres Gewichtes bzw. ihres Aussehens nicht mehr wohl fühlen, negative Kommentare bezüglich ihres Aussehens oft auch von ihrer Umwelt zu hören bekommen und somit dringend Hilfe benötigen.
Frauen sind noch immer die primäre Zielgruppe verschiedenster Diätprodukte. So sind beinahe auf allen Abbildungen Frauen zu sehen. Sowohl auf den Vorher-Nachher-Abbildungen, als auch auf den Fotos, die die erstrebenswerte Traumfigur zeigen. Sie kann sich somit ein genaues Bild davon machen, wie sie eigentlich auszusehen hätte. Hier wird schon deutlich ersichtlich, daß gerade jene Frauen, die aus Unwissenheit oder aus Verzweiflung diese Produkte verwenden, sicher nie diese Traumfigur erzielen werden.
Im Hintergrund taucht der erhobene Zeigefinger auf, der die Frau daran erinnert, daß sie es nur aufgrund ihrer Willensschwäche nicht geschafft hat.
Oft werden vor allem in Werbeanzeigen für Diätprodukte simple und nichtssagende Vergleiche zur Erklärung der Wirkungsmechanismen bestimmter Produkte herangezogen. Ein Beispiel ist ein sogenannter Bio-Schlank-Chip, dessen Wirkung mit der chinesischen Akupunktur verglichen wird.
Es werden dabei Zusammenhänge hergestellt, die in keinster Weise zu belegen sind. Trotzdem werden die Aussagen so überzeugend und plausibel formuliert, daß sie bei Unkenntis logisch klingen.
Die meisten dieser “Wundermittel” haben unzählige Vorteile. Beinahe alle Werbebotschaften vermitteln das Gefühl, daß das Abnehmen vollkommen natürlich und gesund abläuft. Meistens wird den Konsumenten auch vorgegaukelt, daß es sich bei den Präparaten um Naturprodukte handelt die keine Nebenwirkungen aufweisen.
So verspricht eine Fettblocker-Mittel, daß man nicht nur seine überflüssigen Pfunde los wird, sondern zusätzlich auch noch Vitamine (immerhin 35) erhält.
Aber auch der Magnesium-Haushalt kommt nicht zu kurz.
Zwei Wirkungsansätze werden versprochen. Zum einen haben die jeweiligen Diätprodukte direkten Einfluß auf das Gewicht und zum anderen beseitigen sie dadurch alle Probleme, die aufgrund des Übergewichts entstanden sind, wie zum Beispiel das geringe Selbstwertgefühl, die depressiven Verstimmungen aufgrund des Aussehens sowie Beziehungsprobleme. Das Übergewicht wird als Grundübel aller Probleme angesehen.
In so mancher Werbeanzeige, stehen Partnerschaftsprobleme im Vordergrund. Dem Ehemann oder Partner, der unter dem Übergewicht der Frau scheinbar noch mehr zu leiden hat als sie selbst, kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Der Auszug eines Anzeigentextes für einen “Wundertee” kommt dies folgendermaßen zum Ausdruck:
“Ich wurde dick und alle lästerten, sogar mein Mann.”
“Ich wagte nicht einmal mehr einen Badeanzug anzuziehen und von meinem Mann hatte ich den Eindruck, daß er nichts mehr von mir wissen wollte.
“Natürlich zweifelte ich am Erfolg, und mein Mann machte nur dumme Scherze, aber….”
“Und mein Mann ist wieder so zärtlich wie früher”
“Mein hat wieder die schlanke Frau, die er geheiratet hat.”
In einer anderen Werbeanzeige war der Satz zu lesen: “Mein Mann wollte sich schon scheiden lassen, weil er in leitender Position konnte sich nicht mehr mit so einer Frau sehen lassen”. Hier wird den Frauen auf sehr “eindrucksvolle” und vor allem leider auch sehr effizienten Art und Weise, wie die Verkaufszahlen zeigen, vermittelt, daß sie nur mit einem schlanken Körper für andere wieder attraktiv werden. Nur dann bekommen sie ihr Leben wieder in den Griff: “Meine Freunde finden mich jetzt auch viel selbstbewußter und fröhlicher.” “Man sagt mir, ich sehe um Jahre jünger aus.” “Die Freundinnen glauben, daß ich Fett absaugen habe lassen, so positiv ist mein Äußeres.” Bei Frauen mit höherer Schulbildung setzt man mehr auf den Gesundheitsaspekt. Die Schlankheitskur ist dabei gleichzeitig eine Wellnesskur.
Ein weiterer massiver “Vorteil” all dieser Diäten besteht darin, daß man seine Ernährungsgewohnheiten nicht umstellen muß, und weiterhin soviel essen kann wie man will. Abnehmen wird ganz leicht es macht Spaß, denn es funktioniert quasi von selbst.
Man kann essen soviel man will (es war für uns erstaunlich wie viele fette Tortenstücke von den schlanken Frauen in den Anzeigen verzehrt wurden), Ernährungsumstellung ist sowieso völlig absurd und Bewegung braucht man auch keine zu machen.
Das vorherrschende Motto: “Stopfen Sie sich voll mit Sachertorten und Sie nehmen trotzdem ab!” Es wird den Frauen das Gefühl vermittelt, daß es gar nichts Leichteres gibt, als mit der beworbenen Methode abzunehmen. Eine Gefahr im Beibehalten seiner Ernährungsgewohnheiten besteht darin, daß man bei Absetzen des Präparates automatisch wieder zunimmt, und man eigentlich gezwungen ist das Produkt weiterhin einzunehmen. Darauf wird bereits in den Anzeigen indirekt hingewiesen. “Jetzt habe ich 53 Kilo (bei 1,57m). Ich habe vier Wochen lang 3 mal täglich 3 Redu-Quick Extrahaltige Kapseln genommen und bin auch weiterhin entschlossen am Ball zu bleiben.” “..was für ein Wunder: Ich hatte vier Kilo abgenommen, ohne daß ich überhaupt meine Eßgewohnheiten verändert hatte. Daraufhin konnte ich nicht mehr aufhören und wollte es allen zeigen.” Die Nachrichten dieser Texte sind eindeutig: Wenn die Frauen es nicht schaffen können abzunehmen, dann sind sie eben die totale Versagerinnen.
Naomi Wolf (1986) zeigt in ihrem Buch “Der Mythos Schönheit” im Kapitel “Religion” sehr eindrucksvoll, welcher Sprache und Metaphern sich die Werbebotschaften bedienen. Die Diät- und Schönheitsindustrie als die neue Religion, die aber ganz und gar nicht daran interessiert ist, die Frauen aus ihren Sünden zu erretten.
“Die neue Religion hat den anderen Religionen eines voraus: Die Errettung aus der Sünde ist nicht von Dauer. Die “Helfer”-Rhetorik der Diätindustrie maskiert das Offensichtliche: Das letzte, was sie will, ist, daß die Frauen ein für allemal schlank werden” (S.139).
6. Literaturverzeichnis
Paul, J., Jacobi, C. (1989). Verhaltenstherapeutische Maßnahmen bei Eßstörungen. In I.Hand, &H.-U. Wittchen, H.-U. (Hrsg.), Verhaltenstherapie in der Medizin (S. 327-344). Berlin: Springer-Verlag.
Miltner, W., Birbaumer, N., Gerber, W.-D. (Hrsg). (1986). Verhaltensmedizin. Berlin: Springer-Verlag.
Orbach, S. (1997). Das Antidiätbuch. Über die Psychologie der Dickleibigkeit , die Ursachen von Eßsucht (17. Auflage). München: Verlag Frauenoffensive.
Orbach, S. (1997). Antidiätbuch II. Eine praktische Anleitung zur Überwindung von Eßsucht (9. Auflage). München: Verlag Frauenoffensive.
Wolf, N. (1996). Der Mythos Schönheit. Hamburg: Rowohlt Verlag.
