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Ernährung – Ein Überblick

Inhaltsübersicht

Ernährung – ein kurzer Überblick

© Georg Schober, Juni 2004

Wie der beste Computer ohne Anschluß an das Stromnetz seine Funktion nicht erfüllen kann, so benötigen auch Sie Tag für Tag neue Energie. Dieser lebensnotwendige „Kraftstoff“ wird zu zirka siebzig Prozent durch die Nahrungsaufnahme und zu dreißig Prozent durch die Atmungsenergie gebildet.

Bereits der im 1. Jahrhundert nach Chr. lebende römische Schriftsteller Valerius Maximus schrieb: „Die Mäßigkeit ist ein Baum, seine Wurzel heißt Genügsamkeit, seine Früchte sind Gesundheit und Zufriedenheit.“

Rund zweitausend Jahre später sind wir in mancherlei Hinsicht von einer gesunden Lebensführung weiter denn je entfernt. Während es dem Großteil der Menschheit am Grundlegendsten mangelt, sind wir in den hoch entwickelten Industriestaaten mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Viele von uns schmälern ihre Lebensqualität durch Konsumzwänge, Streß und Zeitmangel.

Wir sind einerseits den Verlockungen von Mikrowelle, Gefriertruhe und Fast-Food-Restaurants ausgesetzt. Andererseits wird uns das Heil durch Makrobiotik, Trenn- oder Vollwertkost, Vegetarismus und so mancher ultimativen Diät versprochen. Die meisten dieser Wege und Methoden nehmen für sich in Anspruch, die einzig wahre Alternative darzustellen.

Aber wie es nicht nur eine Kleidergröße gibt, so kann es auch kein für alle Menschen gültiges Generalkonzept in Ernährungsfragen geben. Was für den Magen eines Heranwachsenden gut ist, muß noch lange nicht für den Verdauungstrakt eines älteren Menschen passen. Essen ist eine sehr individuelle Angelegenheit und hängt von vielen Aspekten ab.

Ein Bauarbeiter oder eine Hochleistungssportlerin haben klarerweise einen anderen Energieverbrauch als eine Sekretärin oder ein Buchhalter. Würden die Menschen dieser beiden Gruppen dasselbe essen, wären die Auswirkungen auf ihren Organismus schon aufgrund der unterschiedlichen körperlichen Aktivität gänzlich unterschiedlich.

Essen stellt einen starken Kompensationsfaktor dar. Wir essen häufig zuviel und insbesondere Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten sind für viele von uns Seelentröster und Retter in der Not. – Wenn Sie nicht bereits gesundheitliche Probleme haben,sind eine gelegentliche Tasse Kaffe oder ein Stück fetter Braten unbedenklich. Nur zu viel und zu oft, also der tägliche „Genuß“, machen uns auf Dauer krank.

Was Sie möglichst meiden sollten

  • Raffinierte Nahrungsmittel wie weißen Reis und weißes Mehl
  • Industrielle Fertigprodukte wie Tiefkühlkost und Konserven
  • In der Mikrowelle zubereitete oder gewärmte Speisen
  • Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel
  • Sogenannte Lightprodukte
  • Herkömmliche Öle und Margarine
  • Kochen mit viel Salz und einem Übermaß an Gewürzen
  • Eisgekühlte Speisen und Getränke
  • Alkohol, Koffein, Teein
  • Fabrikzucker
  • Große Mengen an Milchprodukten
  • Viel Fleisch und Wurstwaren
  • Überhaupt einseitige Kost
  • Essen im Streß, zuwenig kauen
  • Unregelmäßige Essenszeiten
  • Essen kurz vor dem Schlafengehen
  • Essen aus Frustration
  • Zuwenig oder zuviel Zeit für das Kochen und Essen aufwenden

Fragen, die Sie sich stellen sollten

Esse ich regelmäßig? – Esse ich mit Bedacht? – Esse ich mäßig (eher einen Bissen zu wenig als zu viel)? – Esse ich frische, naturbelassene Nahrungsmittel oder Nahrungsmittel aus der Konserve und dem Gefrierfach? – Esse ich vorwiegend in entspannter, ruhiger Haltung und kaue ich ausgiebig? – Esse ich hauptsächlich Nahrung, die aus der Klimazone stammt, in der ich lebe? – Verzichte ich nach Möglichkeit auf Mikrowellenherd und Chemie in der Nahrung? – Esse ich meist ausgewogen, mit Gemüse, Getreide, Obst und wenig Fleisch? – Trinke ich nicht zuviel Alkohol, schwarzen Tee und Kaffee? Trinke ich entsprechend der Jahreszeit warme oder kalte Getränke?

Wenn Sie die obigen Fragen eher mit ja als mit nein beantworten, ernähren Sie sich in einem halbwegs ausgewogenen Verhältnis.

Überprüfen Sie Ihre bisherigen Ernährungsgewohnheiten

Bevor Sie Ihren bisherige Speiseplan umstellen, führen Sie zirka zwei Wochen lang ein „Ernährungstagebuch“. In diesem Protokoll halten Sie laufend fest, welche Speisen und Getränke Sie zu sich nehmen. Es wird Ihnen Schwächen und Mängel Mängel (aber auch Stärken) in Ihrer bisherigen Ernährung vor Augen führen.

Die Balance in der Ernährung finden

Unser Körper versucht intuitiv, eine Balance zu finden. Gerät er aus seinem natürlichen Gleichgewicht, so zeigt er uns dies mit ziemlicher Sicherheit. Zeichen hierfür sind:

  • Hautausschläge
  • Durchfall-, (Diarrhö)
  • zu fester oder unregelmäßiger Stuhl
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit, besonders nach dem Essen

Lernen Sie zu beobachten, wie Sie mit Nahrung umgehen. Denken Sie nicht in Schwarz-Weiß-Mustern. Versuchen Sie die Wirkung der Lebensmittel auf Ihr körperliches und geistig-emotionales Empfinden zu erspüren.

Nehmen Sie sich so oft als möglich bewußt Zeit zum Essen. Decken Sie zuvor den Tisch und schaffen Sie einen Rahmen, in dem Sie sich wohl fühlen und entspannen können. Laden Sie einmal im Monat Freunde und Freundinnen zum Essen ein und genießen Sie gemeinsam.

Ab 18.00 Uhr abends stellt der Körper dem Magen die zur Verdauung benötigte Energie nur mehr sehr sparsam zur Verfügung. Sie sollten daher ab diesem Zeitpunkt nicht mehr essen. Zirka zwölf Stunden später, zwischen 7.00 – 9.00 Uhr morgens, verfügt der Magen über die stärkste Energie. Die alte Volksweisheit: Frühstücke wie ein Kaiser, iß zu Mittag wie ein Bürger und nimm das Abendessen eines Bettlers ein, findet so ihre naturwissenschaftliche Erklärung. Versuchen Sie es einmal zum Frühstück mit einer Portion Borretsch:

1 Teil Haferflocken, 2 Teile Wasser und 1 Priese Salz aufkochen. 10 Minuten ziehen lassen, frische Früchte oder Rosinen beigeben, eventuell leicht süßen.

Essen Sie nichts, wovor Ihnen ekelt, und sei es noch so gesund. Nehmen Sie Vollwertprodukte in Ihre Nahrungspalette auf und ändern Sie Ihre Gepflogenheiten langsam. Eine zu schnelle Umstellung Ihrer Verköstigung birgt die Gefahr ebenso rasch wieder in alte Muster und Gewohnheiten zurückzufallen. Auch körperlich wäre eine solch Ruck-Zuck-Methode schwierig zu verkraften.

Bis zu einem halben Jahr kann verstreichen, bis sich die ersten positiven Anzeichen der Ernährungsumstellung bemerkbar machen. Zirka ein Jahr benötigt der Körper, damit die Umstellung dauerhaft greift.

Einige Tipps für den Winter

Vorsicht ist beim Genuß von größeren Mengen Südfrüchten geboten. Sie kommen bei uns vor allem im Winter auf den Markt und haben die Eigenschaft, den Körper abzukühlen. Ähnlich verhält es sich mit Rohkost; zusätzlich belastet Sie die Verdauung stark. Nehmen Sie daher rohe Nahrungsmittel, insbesondere im Winter, nur in kleinen Portionen zu sich. Extrem scharfe Gerichte sind in unseren Breiten, bedingt durch ihre kühlende Wirkung, vor allem im Winter problematisch. Die Ausnahme von der Regel bilden Knoblauch und Ingwer. Beide Gewürze wärmen den Körper und sind ideal für die kalte Jahreszeit.

Trinken

Sie schwitzen und dabei wird Wasser verdunstet, um Ihre Körperwärme zu regulieren. Um diesen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sollten Sie täglich zirka zwei Liter trinken. Das einfachste und beste Getränk ist Leitungswasser. Mineralwasser ist energetisch kalt, salzig und mit vielen Mineralien angereichert, die wieder über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Leitungswasser enthält genau die richtige Dosis an Mineralien. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Sie nur soviel davon trinken, wie benötigt wird. Während der Mahlzeiten sollte generell nicht getrunken werden. Nehmen Sie frühestens eine Viertelstunde nach dem Essen ein Getränk in kleinen Schlucken zu sich.

Getreide

Allen Getreidesorten ist gemeinsam, daß sie einen hohen Sättigungswert haben, sie bauen Energie auf, entfernen giftige Ablagerungen im Körper und haben, in unterschiedlicher Zusammensetzung, einen hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß. Will man auf Fleisch verzichten, empfiehlt es sich, regelmäßig Vollkorn-Getreide zu essen, da bei den meisten Sorten gerade in der Schale die wichtigsten Vitamine und Spurenelemente enthalten sind. Die Getreide wirken im Körper ausgleichend. Beachten Sie dabei jedoch, daß Menschen mit einem kurzen Verdauungszyklus Vollkornprodukte nicht vollständig auswerten können. In einem solchen Fall ist es durchaus sinnvoll, auch weißes Mehl, beispielsweise Semmeln, zu essen.

Reis

Reis reguliert die Körpersäfte. Der Körper wird angeregt, alte, verbrauchte oder überschüssige Säfte auszuscheiden. Dadurch ist Reis auch hervorragend für Entgiftungskuren geeignet. Er fördert die Verdauung und beruhigt die Leber, ist wegen seiner Natriumarmut hilfreich bei Nierenerkrankungen, Bluthochdruck und Wasseransammlungen. Sie können geschmacklich zwischen einer großen Zahl an Reissorten variieren. Wichtig ist nur, daß Sie dem Vollreis den Vorzug geben.

Weizen

Weizen ist schwerer verdaulich als andere Getreide. Es empfiehlt sich daher, ihn gut aufzuschließen. Dies gelingt, indem Sie entweder die ganzen Körner über Nacht einweichen und anschließend lange kochen oder indem Sie das Getreide vermahlen und anschließend weiterverarbeiten. Wenn der Weizen frisch gemahlen verarbeitet wird, bleiben sämtliche Vitamine, Fette usw. erhalten und können vom Körper optimal aufgenommen werden. Neben dem breiten Angebot an Broten und Teigwaren, bestehen auch Bulgur und Couscous aus Weizen. Weizen enthält wichtige Vitalstoffe wie Vitamin B1, B2, B6 und Carotin (Vorstufe des Vitamin A) sowie Kalium, Phosphor, Magnesium und Kieselsäure. Nach Vollreis ist Weizen das harmonisierendste Getreide. Dinkel ist die Urform des Weizens. Er bringt bei künstlicher Düngung keine besseren Erträge und ist daher teurer. Grünkern ist in der Milchreife geernteter und auf Holzfeuer gedarrter Dinkel. Er ist ein Aufbau- und Kräftigungsmittel mit viel Eisen und Phosphor.

Gerste

Gerste kann bei der Entschlackung und dem Fettabbau im Körper mitwirken, in Asien wird traditionell Perlgerste gegessen um ein Zuviel an tierischem Eiweiß und Fett auszuscheiden und um Hautunreinheiten zu behandeln. Aber auch die normale entspelzte Gerste ist dafür gut geeignet. Da sie eher „fad“ im Geschmack ist, empfiehlt es sich, sie mit anderem Getreide zu mischen oder sie in Suppen und Eintöpfen zu verarbeiten. Gerste ist reich an Kalium, Phosphor und Kieselsäure. Ihr Mehlkörper ist stärker mineralisch durchdrungen als bei anderen Getreidearten. Gerstenschleim wirkt heilsam bei Magen- und Darmerkrankungen.

Hirse

Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide. Sie enthält viel Kieselsäure, die dem Knochenbau, Haut und Haaren, Nägeln, Zähnen und dem Bindegewebe zugute kommt. Es ist das wichtigste Getreide, um Magen und Milz zu stärken und zu harmonisieren.

Hafer

Hafer hat eine wärmende Energie, kein Zufall, daß die Engländer bei kühlem nassen Wetter ihren Porridge, ihren Haferbrei, zum Frühstück lieben. Bei körperlicher Erschöpfung oder chronischem Energiemangel weckt er die Lebensgeister. Er enthält hochwertiges Pflanzenfett, Eiweiß und eine Vielzahl von Mineralien und Vitaminen. Außer den Vitaminen E, B1, B2 und B6 auch das seltene Biotin, das günstig für Haut und Haar ist.

Roggen

Roggen hat wie Weizen eine härtere Schale, weshalb er vorwiegend gemahlen verwendet wird. Er ist zu empfehlen für körperlich schwer arbeitende Menschen und für Jugendliche, da er Körper und Geist kräftigt und speziell die Wirbelsäule stärkt. Er enthält viel B-Vitamine und Spurenelemente. Um ihn im ganzen Korn zu essen, sollte er eingeweicht und in reichlich Wasser lange gekocht werden.

Mais

Mais wirkt harmonisierend auf den Magen. Wegen seines süßen Geschmacks wird er in allen Formen von Kindern sehr gern gegessen. Die Indianer Mittelamerikas, die ihn ursprünglich züchteten, haben ihn zusammen mit Bohnen sowohl angebaut als auch gegessen: dies ist eine ideale, biologisch hochwertige Eiweißkombination. Mais stärkt den Herzkreislauf. Der Tee aus den Maisgrannen ist ein guter Haustee, außerdem unterstützt er Herz und Nieren.

Buchweizen

Buchweizen ist keine Getreideart, sondern ein Knöterichgewächs mit einem hohen Mineralstoffgehalt und sehr viel Lezithin. Er ist leicht, bekömmlich und hilft speziell bei Krampfadern und Bindegewebsschwäche. Im Eiweiß des Buchweizens ist Lysin, eine für das Knochenwachstum wichtige Aminosäure, enthalten. Buchweizentee beugt Arteriosklerose und Krampfadern vor.

Fleisch

Bevor Sie sich Ihr Schnitzel gut schmecken lassen, werfen Sie einen Blick auf Haltung, Transport, Schlachtung und Futter in der Massentierhaltung.

Haltung und Futter

Häufig werden die Tiere ohne Tageslicht, Auslauf und frische Luft gehalten. Pflanzenfresser werden zunehmend mit sogenanntem Tiermehl gefüttert. Dieses wird aus Abfallprodukten der Schlachtung gewonnen, indem diese Teile gemahlen werden.

Transport

Die Tiere werden im Sattelschlepper zusammengepfercht und über hunderte Kilometer und viele Stunden und Tage transportiert; oft ohne Futter und Wasser.

Schlachtung

In den modernen Schlachthäusern wird mit Elektroschock getötet, weil das Fleisch so unverletzt bleibt und ein „rasches“ und rationelles Töten möglich wird. Immer wieder gibt es Tiere, die den ersten Elektroschock überleben.

Produktionskosten

Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch werden zirka 18 kg Getreide benötigt. Rund 80 Prozent der weltweiten Getreideproduktion werden als Viehfutter verwendet.

Links und Informationen zum Thema Fleisch

Ratgeber Fleisch: http://www.ratgeber-fleisch.de/

Milch

Starker Milchkonsum birgt die Gefahr, den Körper zu verschleimen und belastet die Ausscheidungsorgane übermäßig. Mandelmilch bildet beispielsweise eine Alternative:

Mandelmilch

  • 1/2 Tasse geschälte Mandeln
  • 2 Teelöffeln Honig oder Ahornsirup
  • 2 – 2 1/2 Tassen Wasser

Die Mandeln in den Mixer geben, Süßungsmittel und 1 Tasse Wasser zugeben. Auf der höchsten Stufe so lange pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Dann das restliche Wasser zufügen und einige Minuten weiterpürieren. Eventuell abseihen. Bleibt zuviel Masse im Sieb, kann mit einer nochmaligen Wasserzugabe weiter püriert werden. Die Milch hält sich gut 24 Stunden im Kühlschrank, durch längeres Stehen setzen sich die zerkleinerten Mandelstücke am Boden ab – die Milch muß dann einfach vor der Verwendung gut geschüttelt werden.

Weiterführende Informationen aus kritischer Sicht zum Thema Milch

Milch den Kühen: http://www.milch-den-kuehen.de/index2.html

Vegetarismus.ch – die Milch: http://www.vegetarismus.ch/info/21.htm

Zucker

Zucker enthält nach dem Raffinieren kaum mehr eine Spur von Vitaminen und Mineralstoffen. Fabrikzucker macht Sie dick, denn er liefert nur leere Kalorien und Kohlenhydrate, die in Fett umgewandelt werden. Er entzieht dem Körper Mineralien, die er zu seiner Verstoffwechslung benötigt. Sein übermäßiger Genuß kann daher Mangelerscheinungen verursachen. Zucker geht unmittelbar und in hoher Konzentration in die Blutbahn über. Anschließend kommt es zu einem kurzfristigen Energieschub, der sich meist ebenso rasch wie er gekommen ist in Nichts auflöst.

Fasten- und Entschlackungskuren

Eine gute Möglichkeit, eine Ernährungsumstellung einzuleiten, bildet eine Fastenkur. Fasten heißt nicht hungern. Im Rahmen einer solchen Kur nehmen sie Gemüsebrühe, Obst-, Gemüsesäfte oder Tee zu sich. Ist Ihnen dies zu wenig inhaltsreich, können Sie eine Entschlackungskur mit Obst oder Vollkornreis beziehungsweise einem anderen Getreide machen. Als guter Zeitpunkt hat sich das Frühjahr bewährt. Beachten Sie dabei: nicht für jeden Menschen ist Fasten immer das Richtige. Besonders Personen, die sich geschwächt fühlen, sollten in diesem Zusammenhang vorsichtig sein. Absolut tabu ist Fasten bei Schwangeren und Stillenden. Ansonsten ist Fasten eine gute Möglichkeit, das Empfinden für das, was Sie wirklich brauchen, zu schulen und den Körper zu entgiften. Dazu gehört nicht nur der Körper, auch eine psychische Entgiftung sollte stattfinden. Sie können alleine fasten, mit der/dem PartnerIn oder in einer Gruppe. Insbesondere das erste Mal ist es günstig, in einer Gruppe unter Anleitung zu fasten. Haben Sie sich zum Fasten entschlossen, um Ihren Körper zu reinigen, begeben Sie sich parallel dazu unbedingt in ärztliche Betreuung.

Bereiten Sie die Fastenwoche mit mindestens einem Aufbautag vor. Dieser Tag dient der Vorbereitung und Einstimmung.

Entlastungstag

  • Nehmen Sie einmalig ein schonendes Abführmittel. Die sonst im Darm verbleibenden Giftstoffe könnten während des Fastens zu starken Kopfschmerzen führen.
  • Sorgen Sie für eine möglichst geschützte Atmosphäre.
  • Lassen Sie den Alltagsstreß hinter sich.
  • Verzichten Sie auf die Berieselung durch diverse Medien.
  • Trinken Sie mehr als üblich, keine zuckerhaltigen Getränke.
  • Nehmen Sie für die nächste Woche Abschied von Genußmitteln wie Alkohol und Nikotin.
  • Essen Sie nur leichtverdauliche und ballaststoffreiche Speisen, kein Fleisch.

Fünf bis sechs Fastentage

  • Wählen Sie eine Ihnen entsprechende Fastenspeise.
  • Salzlose und ungewürzte Gemüsesuppe oder Vollkornreis.
  • Ungesüßten Früchte- oder Kräutertee, frisch gepreßte Gemüse- und Obstsäfte.
  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Wechselspiel mit Ruhe.
  • Vergessen Sie nicht auf reichliche Flüssigkeitszufuhr.
  • Gehen Sie sehr bewußt und achtsam mit sich um.

Aufbautage

Sie beschließen die Fastenwoche mit zwei bis drei Aufbautagen. Sie dienen der langsamen Umstellung des Organismus auf „normale“ Kost. Ihr Körper erhält dadurch die nötige Zeit, um die Produktion der Verdauungssäfte wieder anlaufen zu lassen. Sie können eine leicht gewürzte Gemüse-, Kartoffel- oder Getreidesuppe essen. Gemüse und Obst in roher und gekochter Form, ein gemischter Salat oder ein Müsli sind ebenso möglich.

Zusammenfassung

Machen Sie sich ein möglichst umfassendes Bild über die verschiedenen Richtungen und Möglichkeiten der gesunden Ernährung. Lernen Sie, auf Ihren Körper zu hören. Seien Sie kritisch, wenn Sie mit Dogmen und Heilsversprechungen konfrontiert werden. Informieren Sie sich möglichst umfassend und vertrauen Sie Ihrem gesunden Hausverstand. Stellen Sie Ihre Ernährung auf dieser Grundlage einen Schritt nach dem anderen um.

Sie haben eine Frage oder Anregung? E-Mail an Petra Öllinger
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